Berlin

Berlin sprengt heute Neuköllner Weltkriegsbombe im Grunewald

Die Polizei Berlin kündigt für heute zwischen 10 und 13 Uhr eine kontrollierte Sprengung auf dem Sprengplatz Grunewald an. Betroffen ist ein Blindgänger, der zuvor im Neuköllner Schifffahrtskanal gefunden wurde.

Die Polizei Berlin lässt heute eine im Neuköllner Schifffahrtskanal gefundene Weltkriegsbombe auf dem Sprengplatz Grunewald kontrolliert detonieren. Nach Angaben der Behörden ist die Sprengung für den Zeitraum zwischen 10 und 13 Uhr vorgesehen; die Absperrungen beginnen ab 8 Uhr. Zuständig für die fachliche Durchführung ist das Landeskriminalamt, das in Berlin die Kampfmittelbeseitigung organisiert.

Die Bombe war in der vergangenen Woche im Bereich Weigandufer entdeckt und nach einer ersten Prüfung geborgen worden. Da eine Entschärfung vor Ort nicht möglich war, wurde der Blindgänger zur Vernichtung in den Grunewald transportiert. Angaben zu Bauart oder Gewicht machte die Polizei nicht; in der Mitteilung ist allgemein von der „Vernichtung Weltkriegsbombe“ die Rede. Zuvor hatten Berliner Medien über Fundort und Bergung berichtet.

Für die Sprengung erweitert die Polizei den Sicherheitsradius auf dem Sprengplatz auf 500 Meter. Teile des Kronprinzessinnenwegs sind davon betroffen; Personen im Sperrbereich müssen diesen verlassen. Nach derzeitiger Planung bleiben die Bundesautobahn 115 sowie der Bahnverkehr unberührt. Der Luftraum über dem betroffenen Areal wird eingeschränkt, um den Einsatz abzusichern. Die Polizei bittet, das Gebiet weiträumig zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.

Der Sprengplatz Grunewald ist seit den 1950er-Jahren zentraler Standort für die Lagerung und fachgerechte Vernichtung von in Berlin gefundenen Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg. Kontrollierte Sprengungen zählen zu den regelmäßigen Einsätzen der Kampfmittelbeseitigung. Sie können im Umfeld als deutliche Detonation wahrgenommen werden, gelten fachlich jedoch als sichere Methode, wenn eine Entschärfung nicht risikolos durchführbar ist.

Berlin ist aufgrund zahlreicher Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg bis heute von Funden alter Munition betroffen. Vor jedem Einsatz wägen Fachleute der Polizei Berlin und des Landeskriminalamts zwischen Entschärfung vor Ort, Transport und Sprengung auf dem abgesicherten Platz ab. Mit der heute geplanten Maßnahme folgt die Behörde dem Grundsatz, Gefahren für Anwohner, Verkehr und Einsatzkräfte so gering wie möglich zu halten. Weitere Informationen will die Polizei im Verlauf des Tages veröffentlichen, sobald die Lage es zulässt.

Die Absperrungen im Grunewald dauern voraussichtlich bis zum Abschluss der Arbeiten an. Ein Zeitpuffer ist eingeplant, falls Wetter, Technik oder Sicherheitslage zusätzliche Maßnahmen erfordern. Prognosen zum genauen Zeitpunkt der Detonation sind daher mit Unsicherheiten behaftet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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