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Berlin verdichtet im Osten: Neue Planungen und Beteiligungen laufen

Senat und Bezirke treiben im Osten Berlins Nachverdichtung voran. In Marzahn-Ost startet ein Konzeptverfahren, in Friedrichshain-Kreuzberg wird das SEZ neu bewertet.

Senat und Bezirke treiben die Nachverdichtung im Osten Berlins mit neuen Verfahren und Beteiligungen voran. In Marzahn-Ost hat das Bezirksamt ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) aufgesetzt, um zusätzliche Wohnungen, Klimaresilienz und Aufwertung des öffentlichen Raums zu bündeln. Parallel prüft die Verwaltung, wie Kitas, Schulen, ÖPNV und Nahversorgung mitwachsen können. Aus dem Umfeld der Plattenbauquartiere werden dabei sowohl Chancen für mehr Wohnraum als auch Sorgen über Verlust von Grünflächen und Verschattung gemeldet.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung betont Nachverdichtung als zentrales Instrument, um die Wohnungsziele bis 2040 zu erreichen. Grundlage sind Vorgaben aus dem Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040, der Innenentwicklung vor Neubau auf der grünen Wiese priorisiert. Bezirke formulieren ergänzende Leitlinien, um städtebauliche Qualität, Klimaanpassung und soziale Infrastruktur verbindlich zu sichern. Fachleute verweisen darauf, dass qualitative Kriterien – etwa Mindestanteile an Freiflächen, Höhestaffelungen und Regenwassermanagement – früh in die Planungen gehören, damit Verdichtung stadtverträglich bleibt.

Im innerstädtischen Bereich steht das SEZ-Areal in Friedrichshain-Kreuzberg exemplarisch für die Suche nach ausgewogenen Lösungen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat fachliche Grundlagen für ein Verfahren vorgelegt, das Bestandserhalt und ergänzenden Wohnungsbau prüft. Damit rückt eine Variante in den Blick, die Abriss vermeidet und auf Teilerhalt und Umnutzung setzt. Konkrete Festsetzungen hängen von laufenden Prüfungen und Beteiligungen ab; rechtlich verbindlich wird es erst mit Bezirksamts- und Senatsbeschlüssen sowie Baugenehmigungen.

In Marzahn-Ost richtet das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf Beteiligungsformate ein, um lokale Bedarfe früh einzubeziehen. Diskutiert werden Standorte für Nachverdichtung zwischen Bestandsbauten, die Gestaltung von Höfen und Wegen sowie die Sicherung von Aufenthaltsqualität. Verwaltung und Politik verweisen darauf, dass neue Baumassen ohne begleitende Investitionen in Schulen, Kitas, Grün, Mobilität und Daseinsvorsorge Akzeptanz verlieren würden.

Der Berliner Senat bündelt die Projekte auf Landesebene und sieht die Bezirke in der Pflicht, geeignete Flächen zu identifizieren und rechtssicher zu planen. Strittig bleibt, wie viel Dichte in gewachsenen Quartieren verträglich ist und wie rasch neue Infrastruktur bereitsteht. Klar ist: Die nächsten Entscheidungen fallen in den Bezirksämtern und im Senat – nach Auswertung der Beteiligungen und der fachlichen Prüfungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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