Aktuell

Crailsheim eröffnet heute Hallenbad mit Abwärme von Bürger

In Crailsheim öffnet am 1. September 2026 ein neues Hallenbad. Etwa 65 Prozent der Wärme kommen über eine 1,2 Kilometer lange Leitung aus der Kältezentrale des Maultaschenherstellers Bürger.

Crailsheim hat am 1. September 2026 sein neues Hallenbad in Betrieb genommen. Nach Angaben der Stadtwerke Crailsheim beginnt der reguläre Betrieb am Morgen. Das Bad bietet ein 25‑Meter‑Becken mit sechs Bahnen sowie Bereiche für Familien und Freizeit.

Technisch prägend ist die Nutzung industrieller Abwärme. Rund 65 Prozent des Wärmebedarfs sollen aus der Kältezentrale des Maultaschenherstellers BÜRGER stammen. Die Wärme wird über eine etwa 1,2 Kilometer lange Fernwärmeleitung vom Produktionsstandort zum Hallenbad transportiert. Stadtwerke und Unternehmen verweisen auf erwartete Einsparungen bei Kohlendioxid im Vergleich zu rein konventionellen Heizlösungen.

Bauherrin und Betreiberin ist die Stadtwerke Crailsheim. Sie verantworteten die Anbindung des Neubaus an das bestehende Wärmenetz und die Leitungsverlegung. Grundlage der Versorgung ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Stadtwerken und BÜRGER. Der Standort des Bades liegt im Maulachtal; während der Bauphase waren dort zeitweise Einschränkungen im Freibadbetrieb zu verzeichnen.

Die Beteiligten stellen die Maßnahme als Beitrag zur effizienten Energienutzung in der kommunalen Infrastruktur dar. Als Risiken gelten mögliche Produktionsunterbrechungen beim Industriepartner oder Störungen an der Leitung. Die Stadtwerke verweisen in diesem Zusammenhang auf betriebliche Redundanzen und Notfallpläne für die Wärmeversorgung.

Die Eröffnung folgt auf eine mehrjährige Bau- und Testphase. Nach städtischen Mitteilungen sollten die letzten Arbeiten im Sommer 2026 abgeschlossen werden. Der genaue Eröffnungstag wurde von den Stadtwerken für den 1. September genannt. Die Nutzung der Abwärme aus der Kälteerzeugung bei BÜRGER war zuvor in technischen Probeläufen geprüft worden.

Politische Bewertungen zu Kosten, Tarifgestaltung oder langfristigen Klimazielen trifft die kommunale Politik. Die Stadtwerke beschränken sich auf Angaben zu Technik, Betrieb und Energiebezug. Unabhängige Berichte des Südwestrundfunks sowie Mitteilungen der Stadtwerke Crailsheim und des Unternehmens BÜRGER dokumentieren den heutigen Start des Betriebs und die Parameter der Wärmeversorgung.

Damit verbindet Crailsheim den Beginn des Hallenbadbetriebs mit einem energiepolitischen Signal: Ein kommunaler Neubau wird vorrangig mit industrieller Restwärme geheizt, um fossilen Einsatz zu senken und Betriebskosten planbarer zu machen. Ob die angestrebten Einsparwerte erreicht werden, hängt vom stabilen Zusammenspiel zwischen Industriebetrieb, Netz und Bad ab; laufende Auswertungen sollen dies belegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk