Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat am 3. September 2026 die Träger des Deutschen Umweltpreises bekannt gegeben: Die Klimajuristin Roda Verheyen und der Membranforscher Klaus Vossenkaul erhalten die Auszeichnung für Beiträge zum Klimaschutzrecht sowie zur effizienteren und ressourcenschonenden Abwasserbehandlung. Der Deutsche Umweltpreis zählt zu den höchstdotierten Umweltpreisen Europas und ist insgesamt mit 500.000 Euro ausgestattet. Die feierliche Übergabe ist für den Herbst vorgesehen.
Die DBU würdigt Roda Verheyen als prägende Stimme des Klimarechts in Deutschland. Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet sie an der Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in rechtlich belastbare Vorgaben – unter anderem durch strategische Prozessführung, Rechtsgutachten und Beratung. Nach Darstellung der Stiftung stärkt sie damit die Durchsetzung bestehender Klimaschutznormen und trägt dazu bei, regulatorische Lücken zu schließen und Rechtssicherheit für Behörden, Unternehmen und Zivilgesellschaft zu erhöhen.
Klaus Vossenkaul wird für Entwicklungen in der Membrantechnik ausgezeichnet, die Abwasserströme in kommunalen und industriellen Kläranlagen effizienter reinigen und Wertstoffe zurückgewinnen sollen. Vossenkaul ist Gründer und Geschäftsführer der Firma Membion mit Sitz in Roetgen bei Aachen. Laut DBU liegen Pilotprojekte und erste Anwendungen in der Praxis vor. Im Fokus stehen Membranmodule, die den Energiebedarf der Abwasserbehandlung senken und die Betriebssicherheit verbessern können.
Mit der Doppelentscheidung setzt die DBU ein inhaltliches Signal: Klimaschutz erfordert sowohl klare, handhabbare Rechtsrahmen als auch skalierbare technische Lösungen. Verheyens Arbeit im Klimarecht zielt auf verbindliche Standards und ihre gerichtsfeste Anwendung. Vossenkauls Membransysteme adressieren praktische Hebel in der Abwasserbehandlung, die für Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Emissionsminderung relevant sind.
Die DBU betont, dass der Deutsche Umweltpreis nicht nur individuelle Lebenswerke ehrt, sondern Debatten- und Handlungsfelder sichtbar macht. Für die Preisträgerinnen und Preisträger hat die Auszeichnung regelmäßig eine erhebliche Öffentlichkeit zur Folge. Im Bereich Klimarecht betrifft dies etwa die Aufmerksamkeit für jurische Instrumente von der Regulierung bis zur Rechtsprechung. In der Abwasserbehandlung kann erhöhte Sichtbarkeit die Nachfrage nach erprobten Technologien in Kläranlagen begünstigen. Angaben zu Details des Festakts werden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gesondert bekannt gegeben.
Die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger wurde am 3. September 2026 von mehreren deutschen Medien aufgegriffen und stützt sich auf die offizielle Mitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).