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Ehrenamtliche üben Erdbebenrettung in Lemwerder

In Lemwerder im Landkreis Wesermarsch haben rund 40 Freiwillige eine mehrstündige Übung zur Rettung Verschütteter nach einem fiktiven Erdbeben absolviert.

Rund 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben am 6. September 2026 in Lemwerder im Landkreis Wesermarsch eine komplexe Erdbebenübung absolviert. In einem Trümmergelände mit einem ehemaligen Bunker trainierten die Teams das Zusammenspiel von Einsatzleitung, Suchtrupps und Rettungshunden, um verschüttete Personen unter realitätsnahen Bedingungen zu lokalisieren und zu versorgen.

Organisiert wurde das Szenario von einer Hilfsorganisation, die für Auslandseinsätze im Katastrophenschutz ausgebildet ist. Im Übungsdesign war die fiktive Region Wesserna von einem schweren Beben getroffen, 2.700 Menschen galten als vermisst. Die Lagen reichten von eingestürzten Gebäuden bis zu schwer zugänglichen Hohlräumen. Die Freiwilligen arbeiteten mit akustischer und technischer Ortung, setzten Rettungshunde ein und stabilisierten Engstellen, bevor sie Dummys aus den Trümmern brachten.

Im Mittelpunkt standen klare Führungsstrukturen, belastbare Meldewege und die Priorisierung der Suche. Die Einsatzleitung koordinierte parallele Suchsektoren, lotste Trupps zu neu gemeldeten Hinweisen und dokumentierte Funde fortlaufend. Trainiert wurden außerdem der Eigenschutz unter instabilen Bedingungen, Atemschutz in staubbelasteten Bereichen sowie die Betreuung leicht verletzter Betroffener, bis ein Abtransport möglich war.

Die Organisatoren betonten die psychische Belastung solcher Lagen und legten Wert auf kurze Einsatzzyklen, Nachbesprechungen und Teamwechsel. Ziel war es, Beinaheunfälle und Abläufe unmittelbar zu analysieren und die Kommunikation zwischen Führung und Trupps zu schärfen. Das Übungsdesign orientierte sich an Standards, wie sie in Deutschland von Hilfsorganisationen und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfohlen werden.

Die Übung in Lemwerder ordnet sich in regelmäßige Trainings ein, mit denen ehrenamtliche Kräfte für Erdbebeneinsätze vorbereitet werden. Sie sollen die Schnittstellen zu örtlichen Behörden, zur Logistik und zur medizinischen Erstversorgung festigen. Dass solche Formate in Norddeutschland stattfinden, hat praktische Gründe: Infrastruktur, Witterung und Übungsgelände lassen sich hier so gestalten, dass auch längere Einsätze und nächtliche Suchphasen realistisch trainiert werden.

Nach Angaben der Verantwortlichen werden die Erkenntnisse aus Lemwerder ausgewertet und in künftige Lagenkarten, Materiallisten und Ausbildungspläne übernommen. Die beteiligten Teams, darunter spezialisierte Trupps der Organisation @fire, kündigten an, die gewonnenen Daten für weitere Fortbildungen zu nutzen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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