In Neumünster sowie den Kreisen Segeberg und Pinneberg ist am 7. September der Elektro-Cup gestartet. Neun Schulen sammeln bis zum 30. September Elektroschrott aus ihrem Umfeld. Der Wettbewerb wird von der Stiftung der Sparkasse Südholstein unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft von Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein.
Laut Veranstaltern verbindet die Aktion Sammelpraxis mit Unterricht: Es geht nicht nur um Mengen, sondern um Wissen über Rohstoffkreisläufe, Reparaturfähigkeit und die sichere Entsorgung elektrischer Altgeräte. Begleitend sind Unterrichtsmodule, Informationsstände im Quartier und Kooperationen mit lokalen Repair-Cafés vorgesehen. Ziel ist, Wiederverwendung zu stärken und Altgeräte fachgerecht aufzubereiten, bevor sie recycelt werden.
Organisiert wird das Projekt von der Bildungsinitiative Das macht Schule in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Die Stiftung der Sparkasse Südholstein stellt finanzielle und logistische Mittel bereit. Externe Entsorgungs- und Recyclingunternehmen übernehmen die sortenreine Erfassung und Verwertung der gesammelten Geräte, damit Wertstoffe zurück in die Produktion geführt werden können. Als Preis ist für die Siegerklasse ein Ausflug ins Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning ausgelobt.
Die Initiative knüpft an ähnliche Schulprojekte in Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern an, bei denen Schülerinnen und Schüler in kurzer Zeit beachtliche Mengen Elektroschrott zusammengetragen haben. Aus Sicht von Kommunen und Entsorgungsbetrieben leisten solche Wettbewerbe zweierlei: Sie vermindern die unsachgemäße oder illegale Entsorgung von Altgeräten und schaffen öffentlich sichtbare Lernanlässe für Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz.
Konkrete Verwertungsbilanzen für Südholstein liegen zum Start nicht vor. Aussagen über gesammelte Tonnen oder über eingesparte Treibhausgasemissionen sind erst nach Abschluss des Wettbewerbs möglich und müssen von den beteiligten Recyclingpartnern dokumentiert werden. Fest steht der Zeitraum vom 7. bis 30. September sowie der Umfang mit neun teilnehmenden Schulen in Neumünster, im Kreis Segeberg und im Kreis Pinneberg. Abweichende frühere Angaben zu einer größeren Zahl von Schulen bezogen sich nach Veranstalterangaben auf die Bewerbungsphase.
Der Elektro-Cup setzt damit einen aktuellen Akzent in der regionalen Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ob und wie stark die Aktion über den Wettbewerb hinaus wirkt, hängt von der Einbindung in den Unterricht, von Kooperationen vor Ort und von der transparenten Auswertung der Ergebnisse ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).