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Fischbach beschließt Verkauf des Biosphärenhauses und Baumwipfelpfads

Der Gemeinderat von Fischbach bei Dahn hat am 3. September 2026 den Verkauf des Biosphärenhauses samt Baumwipfelpfad vorbereitet. Die Ausschreibung soll noch 2026, spätestens Anfang 2027 starten.

Der Gemeinderat der Ortsgemeinde Fischbach bei Dahn hat am 3. September 2026 beschlossen, den Verkauf des Biosphärenhauses mit dem angrenzenden Baumwipfelpfad vorzubereiten. Nach Angaben der Kommune soll eine Ausschreibung zeitnah erfolgen, möglichst noch im laufenden Jahr, spätestens Anfang 2027. Ziel ist, einen Investor zu finden, der den touristischen Betrieb wieder aufnimmt und ein tragfähiges Betreiberkonzept vorlegt.

Das Biosphärenhaus war als Informations- und Erlebniszentrum für das UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen konzipiert. In den vergangenen Jahren wechselten Betrieb und Trägerschaften mehrfach. Kommunale Unterlagen und regionale Medien berichten von einer Einstellung des regulären Besucherbetriebs zum 31. Dezember 2023. Seitdem sind zentrale Teile der Anlage, darunter der Baumwipfelpfad und die Wappenschmiede, geschlossen. Lokalberichte dokumentieren Einbrüche, Vandalismus und sichtbare Instandsetzungsbedarfe auf dem Gelände.

Die Gemeinde begründet den Verkauf mit der Chance, den Standort zu revitalisieren und die touristische Attraktivität des Dahner Felsenlands zu stärken. In Betracht kommen dem Vernehmen nach private Investoren und Betreibergesellschaften aus dem Natur- und Erlebnisbereich, aber auch kommunale Zusammenschlüsse. Voraussetzung für eine Wiedereröffnung sind ein wirtschaftlich belastbares Geschäftsmodell, die Sicherung möglicher Fördermittel sowie die Klärung denkmal- und naturschutzrechtlicher Anforderungen.

Als Grundlage für die Ausschreibung lässt die Gemeinde ein aktuelles Wertermittlungsgutachten prüfen. Zudem verweist die Lokalpolitik auf den Handlungsdruck durch fortschreitende Schäden und Sicherungsfragen. Konkrete Termine für den Start des Vergabeverfahrens oder für eine Wiedereröffnung nannte die Gemeinde bislang nicht verbindlich.

Die Verantwortung für Rahmenbedingungen und Förderfragen liegt nicht allein bei der Ortsgemeinde. In weiteren Schritten dürften der Landkreis Südwestpfalz, der Bezirksverband Pfalz und Landesstellen in Rheinland-Pfalz einbezogen werden. Hintergrunddiskussionen über Trägerschaft, Finanzierung und die Aufarbeitung früherer Betreiberstreitigkeiten dauern an; sie gelten in der Region als wesentliche Risiken für neue Engagements.

Faktisch bestätigt ist damit der Kurswechsel weg von kommunaler Eigenverantwortung hin zu einem Betreiber- oder Eigentümerwechsel. Ob der touristische Betrieb am Standort wieder anlaufen kann, hängt nun von der Resonanz auf die Ausschreibung und der Finanzierbarkeit notwendiger Sanierungen ab. Eine Wiederaufnahme des Angebots würde nach Einschätzung Beteiligter insbesondere dem Dahner Felsenland nutzen, das als Ausflugsregion in der Südwestpfalz stark vom Zusammenspiel aus Naturerlebnis und verlässlicher Infrastruktur lebt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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