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GlaxoSmithKline plant Schließung des Dresdner Impfstoffwerks bis 2028

Die Industriegewerkschaft IGBCE meldet: GlaxoSmithKline will den Standort Dresden schrittweise bis Sommer 2028 schließen. Betroffen wären rund 640 bis 650 Beschäftigte; Stadt und Land kündigen Gespräche an.

GlaxoSmithKline plant nach Angaben der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), sein Impfstoffwerk in Dresden schrittweise zu schließen. Demnach soll der Rückzug bis Sommer 2028 abgeschlossen sein; Berichte nennen eine gestaffelte Umsetzung ab September 2027. Betroffen wären derzeit rund 640 bis 650 Beschäftigte. Die IGBCE fordert vom Unternehmen, Entscheidungsgrundlagen offen zu legen und mit Betriebsrat und Arbeitnehmervertretungen über Alternativen und Beschäftigungssicherung zu verhandeln.

Das Werk, historisch als Sächsisches Serumwerk bekannt und heute Teil von GlaxoSmithKline Biologicals, produziert vor allem Influenza-Impfstoffe für internationale Märkte. In Sachsen und in Dresden lösten die Pläne umgehend Reaktionen aus. Oberbürgermeister Dirk Hilbert erklärte seine Unterstützung für die Belegschaft und kündigte Gespräche mit dem Unternehmen an. Auch Vertreter der Landesregierung Sachsen signalisierten Gesprächsbereitschaft, um Optionen für den Standort und die Beschäftigten zu prüfen. Konkrete Termine oder belastbare Zusagen lagen am Abend nicht vor.

Eine umfassende, alle Details bestätigende Mitteilung von GlaxoSmithKline auf der deutschen Unternehmensseite war zunächst nicht abrufbar. Die aktuelle Nachrichtenlage stützt sich auf die Angaben der IGBCE sowie auf übereinstimmende redaktionelle Berichte. Das Unternehmen führt den Standort Dresden weiterhin in seinen allgemeinen Standortinformationen und verweist dort auf die langjährige Produktionstradition.

Offen sind zentrale Fragen zur Zukunft der Belegschaft und zur Versorgungssicherheit mit saisonalen Grippeimpfstoffen. Zu prüfen wären unter anderem mögliche Käuferlösungen, Investitions- oder Unterstützungsoptionen des Landes sowie sozialrechtliche Instrumente wie Interessenausgleich und Sozialplan. Der Betriebsrat bereitet Verhandlungen vor; Ergebnisse werden von den anstehenden Gesprächen abhängen.

Hintergrund ist die Rolle Dresdens als etablierter Impfstoffstandort mit Spezialisierung auf Influenza-Impfstoffe. Ein möglicher Abzug von GlaxoSmithKline träfe nicht nur die direkte Produktion, sondern könnte auch Auswirkungen auf verbundene Zulieferketten und die regionale Pharmalandschaft haben. Die IGBCE verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung planbarer Rahmenbedingungen und transparenter Entscheidungsprozesse in der Pharmabranche. Die Landesregierung hat angekündigt, mit dem Unternehmen und den Arbeitnehmervertretungen über tragfähige Perspektiven zu sprechen.

Bis zum Abschluss der Gespräche bleiben Zeitplan, Ausgestaltung der Schritte und Alternativen zum vollständigen Rückzug offen. Verbindliche Entscheidungen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor; weitere Entwicklungen sind von den angekündigten Verhandlungen zwischen GlaxoSmithKline, Betriebsrat, IGBCE und der Landesregierung abhängig.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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