Politik

Spahn entschuldigt sich für Umgang mit Leihmutterschaft – Brief an Wahlkreis vom 10. September 2026

Der ehemalige Unionsfraktionschef Jens Spahn hat sich in einem am 10. September 2026 an die CDU-Mitglieder seines NRW-Wahlkreises gerichteten Brief für seinen bisherigen Umgang mit einer Leihmutterschaft in den USA entschuldigt und sein Vorgehen…

Am 10. September 2026 bat Jens Spahn die CDU-Mitglieder seines Wahlkreises im Münsterland in einem schriftlichen Brief um Entschuldigung für seinen Umgang mit einer Leihmutterschaft in den USA. Er schrieb darin: „Ich war zu feige, bei diesem sensiblen Thema offen Farbe zu bekennen“, und erklärte zugleich die Beweggründe für die getroffene private Entscheidung. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/spahn-brief-mitglieder-100.html?utm_source=openai))

Der Brief folgt auf eine öffentliche Debatte, die in diesem Sommer zu Spahns Rückzug als Fraktionsvorsitzender der Union geführt hatte. In dem Schreiben legt Spahn nach Angaben von Berichten dar, dass für ihn bei einer in den USA erfolgten Leihmutterschaft unter anderem entscheidend gewesen sei, dass die Leihmutter eine eigene Familie habe, in stabilen Verhältnissen lebe, rechtlich und medizinisch begleitet worden sei und keine genetische Verwandtschaft zum Kind bestehe. Damit versucht er, sein Vorgehen gegenüber Parteimitgliedern zu erklären. ([sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de/politik/spahn-cdu-leihmutter-entschuldigung-li.3545312?utm_source=openai))

Die Entschuldigung ist zugleich ein politischer Versuch, den Kontakt zur Basis im heimischen Kreis wiederherzustellen. Parteiintern hatte die Affäre um die in den USA erfolgte Leihmutterschaft Kritik ausgelöst, weil sie in Widerspruch zur Position der CDU bei der Frage einer gesetzlichen Regelung der Leihmutterschaft in Deutschland steht. Auf Bundesebene war die Debatte auch juristisch begleitet worden: In früheren Entscheidungen, etwa einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2018, ging es um die Anerkennung von in den USA festgestellter Elternschaft unter bestimmten Voraussetzungen; solche Urteile werden in der aktuellen Debatte wieder genannt. ([zeit.de](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-09/jens-spahn-leihmutterschaft-usa-cdu-entschuldigung?utm_source=openai))

Politisch hat der Vorgang bereits Folgen: Spahn gab in der Folge Parteiamtliches im Münsterland ab und zog sich von der Fraktionsspitze zurück; zugleich blieb er Abgeordneter und ist weiterhin in parlamentarischen Gremien aktiv. Beobachter bewerten die Entschuldigung als Versuch, das persönliche Fehlverhalten gegenüber der Partei zu relativieren und künftige personelle Schritte vorzubereiten. Konkrete Konsequenzen für seine parlamentarische Arbeit sind bislang nicht bekannt. ([zeit.de](https://www.zeit.de/news/2026-09/10/spahn-zur-debatte-um-leihmutterschaft-ich-war-zu-feige?utm_source=openai))

Faktisch trennt sich in der Berichterstattung streng die Darstellung des persönlichen Motivs, die rechtliche Einordnung und die parteipolitische Bewertung. Spahns Brief an die Mitglieder des Wahlkreises ist ein interner Akt mit öffentlicher Wirkung; seine Worte vom 10. September 2026 markieren den aktuellen Anlass der Debatte und bieten Anlass für weitere parteiinterne Auseinandersetzungen über Glaubwürdigkeit und Haltung in ethisch sensiblen Fragen der Familienpolitik. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/spahn-brief-mitglieder-100.html?utm_source=openai))

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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