Bayern

Großübung in Bad Kissingen: Feuerwehren testen Kreisregner gegen Waldbrände

Feuerwehren aus dem Landkreis Bad Kissingen haben am 1. September 2026 auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg den Einsatz von Kreisregnern geprobt, um Siedlungsbereiche bei Waldbränden zu schützen.

Feuerwehren aus dem Landkreis Bad Kissingen haben am 1. September 2026 auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg in einer groß angelegten Übung den Einsatz von Kreisregnern zur Waldbrandbekämpfung erprobt. Ziel war es, Siedlungsränder und Infrastruktur durch einen breiten Sprühnebel vorsorglich zu befeuchten und so die Ausbreitung von Flammen zu verlangsamen.

Organisiert wurde die Übung vom Kreisfeuerwehrverband Bad Kissingen, beteiligt waren mehrere Freiwillige Feuerwehren und technische Einheiten. Unter realitätsnahen Bedingungen wurde eine herannahende Feuerfront simuliert; als kontrollierte Brandherde kamen unter anderem Strohhaufen zum Einsatz. Die Kräfte trainierten das zügige Aufbauen der Regner, die Wasserförderung aus Hydranten und Löschteichen sowie die Abstimmung mit der örtlichen Führungsstelle.

Kreisregner, aus der landwirtschaftlichen Bewässerung bekannt, verteilen Wasser als feinen Nebel über eine größere Fläche. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands stand im Vordergrund, standardisierte Abläufe zwischen kleineren Ortsfeuerwehren und überörtlichen Führungsstrukturen zu erproben und die Wasserlogistik im Gelände zu testen. Vertreter des Landesfeuerwehrverbands Bayern informierten sich vor Ort über Taktik und Technik. Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner besuchte Übungstermine in Hammelburg und hob die Bedeutung vorbereitender Maßnahmen für Brand- und Katastrophenschutz hervor.

Der Übungsort auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg bot ausreichend Fläche und Sicherheitsabstände, um Wind- und Bodenverhältnisse unter warmen, trockenen Bedingungen realitätsnah darzustellen. In den Wochen zuvor war für Teile Unterfrankens eine erhöhte Waldbrandgefahr gemeldet worden. Die Einsatzkräfte nutzten die Rahmenbedingungen, um den zeitkritischen Wechsel zwischen Erkundung, Aufbau der Wasserversorgung und Schutz von Ortsrandlagen zu trainieren.

Die Praxis mit Kreisregnern ist Teil einer breiteren Debatte über Anpassungen in der Vegetations- und Waldbrandbekämpfung. Fachleute nennen als Vorteile die vergleichsweise schnelle Flächenabdeckung und den geringeren Personalbedarf im Vergleich zu durchgehenden Schlauchleitungen. Zugleich verweisen Feuerwehren auf offene Punkte: Verfügbarkeit geeigneter Wasserentnahmestellen, Transportkapazitäten, einheitliche Ausbildung und klare Verantwortlichkeiten im Einsatz. Ob Kommunen Regner in größerer Zahl beschaffen, entscheiden Kreisverwaltungen und Gemeinden nach weiteren Übungen, Kostenprüfungen und unter Berücksichtigung wasserrechtlicher Vorgaben.

Angaben zu Planung und Ablauf stammen vom Kreisfeuerwehrverband Bad Kissingen. Beobachtungen zur Übung und Einordnungen wurden unter anderem vom Bayerischen Rundfunk berichtet. Aussagen zur Bedeutung des vorbeugenden Schutzes wurden Sandro Kirchner zugeschrieben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk