Der Heimatverband Mecklenburg‑Vorpommern hat bei seiner Jahrestagung am 5. September 2026 drei Ehrenpreise an Initiativen und Personen aus Vorpommern vergeben. Der Verband würdigt damit nach eigener Darstellung ehrenamtliches Engagement, das in besonderer Weise zur Pflege regionaler Traditionen, zur lokalen Kulturarbeit und zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes beiträgt. Die Verleihung fand im Rahmen der Mitgliederversammlung und eines begleitenden Fachprogramms statt.
Der Ehrenpreis ist eine jährliche Auszeichnung des Dachverbands für Heimat‑ und Kulturpflege. Über die Vergabe entscheidet der Vorstand. Als Kriterien nennt der Heimatverband Mecklenburg‑Vorpommern unentgeltliches und langjähriges Engagement sowie nachweislich vorbildliche Leistungen in der Heimatpflege. In der aktuellen Runde lag der Schwerpunkt auf Projekten aus Vorpommern, die sich unter anderem der historischen Forschung, der Pflege regionaler Bräuche und der Vermittlung lokaler Geschichte an junge Zielgruppen widmen.
Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes betonten auf der Jahrestagung, mit der Auszeichnung die öffentliche Aufmerksamkeit für solche Projekte stärken zu wollen, damit lokale Angebote langfristig Bestand haben und Nachfolgegenerationen gewonnen werden können. Zugleich hoben sie die Bedeutung funktionierender Förderstrukturen hervor: Viele Vorhaben seien nur in Kooperation mit Kommunen, Museen und Stiftungen zu realisieren.
Aus landespolitischer Perspektive reiht sich die Verleihung in Bemühungen ein, Ehrenamt und Zivilgesellschaft in Mecklenburg‑Vorpommern sichtbarer zu machen. Förderprogramme auf Landes‑ und kommunaler Ebene, Stiftungen und regionale Netzwerke ergänzen die Arbeit der Träger. Für die Ausgezeichneten eröffnet der Preis zusätzlichen Zugang zu Öffentlichkeit und Kooperationen. Eine feste Preissumme ist beim Ehrenpreis nicht der Regelfall; im Vordergrund steht die ideelle Würdigung.
Die Jahrestagung, verbunden mit der Mitgliederversammlung, bot ein Programm mit Vorträgen und Workshops zur Praxis der Heimat‑ und Kulturpflege. Der Verband kündigte an, seine Arbeit im Land zu verstetigen und die Präsenz in Vorpommern durch lokale Angebote weiter zu stärken. Neue landesweite Förderzusagen oder konkrete Anschubfinanzierungen wurden auf der Veranstaltung nicht beschlossen. Unmittelbare politische oder finanzielle Wirkungen der Preisvergabe sind daher vor allem im Bereich Sichtbarkeit und Netzwerkbildung zu erwarten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).