Hessen

Kasseler Pfarrer kellnert im Allee-Café für Gespräche außerhalb der Kirche

Seit 5. September 2026 bedient der evangelische Pfarrer Christian Schäfer im Allee-Café in Kassel-Wilhelmshöhe Gäste, um niedrigschwellige Seelsorge anzubieten.

Der evangelische Pfarrer Christian Schäfer bedient seit 5. September 2026 in unregelmäßigen Abständen im Allee-Café in Kassel-Wilhelmshöhe. Nach übereinstimmenden lokalen Berichten will er damit Menschen für Gespräche erreichen, die kirchliche Räume nicht von sich aus aufsuchen. Der Schritt ist als niedrigschwelliges Seelsorgeangebot gedacht und verlegt bewusst einen Teil der Ansprache in den öffentlichen Alltag des Viertels.

Schäfer ist in der Gemeinde der Christuskirche tätig, die zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört. Er kündigte an, etwa einmal im Monat einen Dienst im Café zu übernehmen. Während seiner Schichten möchte er offen für persönliche Anliegen sein und Schwellen abbauen, die manche mit klassischen Sprechstunden verbinden. Das Café-Team ist nach Angaben aus der Berichterstattung eingebunden; der Rahmen soll einfache Gespräche ermöglichen, nicht sakrale Handlungen ersetzen.

Der Anlass hat in Kassel Aufmerksamkeit gefunden, weil er einen Trend in der Gemeindearbeit aufgreift: Kirchliche Angebote werden zunehmend in Alltagsorte verlagert, um sichtbar und ansprechbar zu sein. Befürworter heben die unmittelbare Nähe zu unterschiedlichen Milieus hervor und sehen darin eine praktische Ergänzung zu Gottesdiensten und Sprechzimmern. Kritische Stimmen verweisen auf organisatorische Grenzen und den Bedarf klarer Regeln, etwa im Umgang mit sensiblen Themen, in der Abgrenzung zu sozialer Beratung und bei Haftungsfragen, damit keine Versorgungslücken oder Fehlannahmen über Zuständigkeiten entstehen.

Nach Angaben der lokalen Medien handelt es sich um einen Erprobungsfall ohne formellen Beschluss kirchenleitender Gremien. Ob ähnliche Einsätze über Kassel hinaus empfohlen oder verstetigt werden, ist offen. Aussagen über die Wirksamkeit beruhen bisher auf Eindrücken vor Ort; systematische Auswertungen liegen nicht vor. Für die Kasseler Christuskirche gilt das Café-Engagement als ergänzender Baustein, der auf vorhandene Begegnungsangebote in der Stadt aufsetzt.

Die Berichte erschienen am 5. und 6. September 2026. Sie verorten das Vorhaben eindeutig im Stadtteil Wilhelmshöhe und nennen sowohl das Allee-Café als auch die Christuskirche als feste Anlaufpunkte. Schäfers Kellnerdienste sind dabei nicht als Nebenjob, sondern als pastorales Angebot gekennzeichnet. Weitere Termine sollen nach Bedarf und in Abstimmung mit der Gemeinde folgen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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