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Kinoprogrammpreise in Leipzig vergeben – Branche warnt vor Dauerproblemen

Bei der Filmkunstmesse Leipzig sind die Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland verliehen worden. Trotz der insgesamt 300.000 Euro Preisgeld mahnen Verbände und Betreiber verlässlichere Förderung an.

In Leipzig sind am 15. September 2026 die Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland verliehen worden. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen der 26. Filmkunstmesse Leipzig vergeben und würdigen Jahresprogramme von Kinos in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Trägerin ist die Mitteldeutsche Medienförderung, die dafür laut Ausschreibung insgesamt 300.000 Euro bereitstellt. Die Spanne reicht von Hauptpreisen für gewerbliche Häuser bis zu Sonderauszeichnungen für alternative Abspielorte.

Der aktuelle Anlass zeigt zugleich die angespannte Lage der Programmkinos. In Gesprächen bei der Messe und in Beiträgen des MDR verwiesen Betreiberinnen und Betreiber auf steigende Betriebskosten, rückläufige Drittmittel sowie Unklarheiten in der Verleih- und Förderpraxis. Vertreter der AG Kino betonten, Einmalpreise stärkten Sichtbarkeit und Vorhaben, ersetzten aber keine verlässliche Grundfinanzierung. Die Filmförderungsanstalt (FFA) präsentierte Studien und Programme zur Kinoinfrastruktur, vermied jedoch konkrete Zusagen für kurzfristige Haushaltsmittel.

Beispiele aus der Region verdeutlichen den Bedarf: Kleine Häuser wie die Passage Kinos oder kommunale Spielstätten profitieren von den Preisgeldern, etwa für Öffentlichkeitsarbeit, technische Erneuerung oder barrierefreie Angebote. Betreiberinnen und Betreiber weisen zugleich darauf hin, dass wiederkehrende Ausgaben für Personal, Instandhaltung und Digitalisierung – von Kassen- und Abrechnungssystemen bis zu Datenanalyse-Tools – laufende Investitionen erfordern, die Projektpreise nur punktuell abfedern.

Auf Panels der Filmkunstmesse Leipzig stand die Frage im Mittelpunkt, wie Programmkinos als Orte kultureller Daseinsvorsorge gesichert werden können. Diskutiert wurden Modelle, die projektbezogene Mittel mit planbaren, institutionellen Bausteinen verbinden. Nach Einschätzung von Verbandsvertreterinnen und -vertretern wäre eine abgestimmte Förderarchitektur aus Ländern, Kommunen und Bund sinnvoll, ergänzt um branchenspezifische Unterstützungsangebote für Ausbildung, Publikumsentwicklung und klimaneutrale Modernisierung.

Fakten, Zuschreibungen, Ausblick: Fest steht die Vergabe der Kinoprogrammpreise Mitteldeutschland am 15. September 2026 in Leipzig sowie die Gesamtsumme von 300.000 Euro. Einschätzungen zu Finanzierungsdefiziten und zur Wirksamkeit der Preisgelder stammen von Branchenvertreterinnen und -vertretern, unter anderem aus Beiträgen von MDR KULTUR sowie Stellungnahmen der AG Kino. Hinweise der Filmförderungsanstalt (FFA) auf laufende Programme sind als Information über bestehende Initiativen zu verstehen, nicht als Zusage neuer Mittel. Ob zusätzliche, dauerhafte Förderlinien kommen, ist eine politische Entscheidung und bleibt offen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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