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Kran hebt Turmspitze der Wallfahrtskirche Spabrücken ab

In Spabrücken hat am 1. September 2026 ein Mobilkran die Turmspitze der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt abgenommen. Der Schritt ist Teil einer dringend gewordenen Sanierung des fast 300 Jahre alten Turms.

In Spabrücken im Kreis Bad Kreuznach ist am Dienstagvormittag, 1. September 2026, die Turmspitze der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt mit einem Mobilkran abgehoben und auf dem Kirchvorplatz abgesetzt worden. Nach Angaben der Verantwortlichen wog das Bauteil mehr als fünf Tonnen. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner verfolgten die Arbeiten, die der Südwestrundfunk mit einem Team vor Ort dokumentierte.

Der Eingriff ist Teil einer umfassenden Sanierung des Turms. Architekt Andreas Milch, der das Projekt begleitet, berichtet von größeren als erwarteteten Schäden am Tragwerk. Untersuchungen hätten gezeigt, dass eine externe Restaurierung der abgenommenen Teile notwendig sei. Bereits seit rund zweieinhalb Jahren läuten die Glocken nicht mehr. Nach Aussage von Andreas Keber, Vorsitzender des örtlichen Förderverein, hatten Probebetriebe deutliche Turmschwingungen ergeben, die einen sicheren Betrieb ausschließen.

Die abgehobenen Elemente werden nun auf dem Vorplatz begutachtet und restauriert. Nach derzeitigem Planungsstand sollen sie im November 2026 wieder aufgesetzt werden. Neben der Stabilisierung des Turms sind auch Arbeiten an der Fassade und an den Kalksteinfiguren am Hauptportal vorgesehen. Die Sanierung wird mit mindestens 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Eingesetzt werden Fördermittel von Bund, Land und Bistum; den verbleibenden Eigenanteil für einzelne Gewerke trägt die Gemeinde gemeinsam mit dem Förderverein. Für die erneute Glockenmontage kalkulieren die Verantwortlichen mit etwa 50.000 Euro, weitere Spenden werden gesammelt.

Die Baustelle wirkt sich auch auf den örtlichen Ablauf aus. Die traditionelle Lichterprozession der Wallfahrt, die jährlich zahlreiche Gläubige anzieht, soll trotz der Arbeiten am 7. September 2026 stattfinden. Dafür wird die Schwarze Madonna vom Soon vorübergehend umgesetzt, wie die Organisatoren mitteilen.

Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt prägt das Ortsbild von Spabrücken seit dem 18. Jahrhundert. Mit dem nun gestarteten Eingriff werden nach Angaben der Projektbeteiligten akute statische Risiken adressiert und denkmalpflegerische Mängel behoben. Zeitpläne und Kosten können sich im Zuge der laufenden Prüfungen noch ändern; verbindliche Aussagen treffen die Verantwortlichen jeweils nach Abschluss der nächsten Bauabschnitte. Der SWR und lokale Stellen berichten fortlaufend über den Stand der Sanierung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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