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Magdeburger Uni stellt Brettspiel für internationale Studierende vor

Am 4. September 2026 hat die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein kooperatives Brettspiel präsentiert, das internationalen Studierenden Themen wie Wohnungssuche, Mensa und Mülltrennung verständlich macht.

Am 4. September 2026 hat die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein kooperatives Brettspiel vorgestellt, das internationalen Studierenden den Start in Stadt und Studium erleichtern soll. Das Spiel führt durch typische Alltagssituationen wie Wohnungssuche, Mensabesuch und Mülltrennung und verknüpft lokale Informationen mit sprachlicher Unterstützung und Orientierung im Hochschulalltag. Über die Präsentation berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR).

Laut Universitätsangaben ist das Brettspiel in einem interdisziplinären Projekt entstanden, an dem Studierende mehrerer Fachrichtungen mitgewirkt haben. Ein erster Prototyp wurde bei Formaten wie einer Game Night mit neu ankommenden internationalen Studierenden erprobt. Nach Rückmeldungen der Beteiligten fördert das Spiel den Austausch in der Gruppe und hilft, Vokabeln sowie praktische Abläufe zu verankern. Aussagekräftige Kennzahlen zur Wirksamkeit sollen im Zuge weiterer Evaluationen folgen.

Das Konzept greift Herausforderungen auf, die Studienanfängerinnen und Studienanfänger aus dem Ausland in Magdeburg häufig benennen: ein angespanntes Wohnungsangebot, sprachliche Hürden beim Zugang zu Beratungen und Unsicherheiten bei Alltagsfragen. Bereits vorhandene Unterstützungsstrukturen wie das International Office der Universität und das Studentenwerk Magdeburg bieten Informationen und Beratung zur Wohnraumsuche, zu Verpflegung und zu Anlaufstellen in der Stadt. Das Brettspiel versteht sich als ergänzendes, niedrigschwelliges Angebot, das soziale Kontakte fördert und Beratungsstellen entlasten kann, indem Grundinformationen frühzeitig vermittelt werden.

Beobachtbare Effekte könnten in drei Bereichen liegen: Erstens die strukturierte, spielerische Vermittlung lokaler Informationen; zweitens die Stärkung sozialer Netzwerke unter Neuankommenden; drittens die Motivation, formale Schritte wie Anmeldungen oder Anträge zielgerichteter anzugehen. Die Grenzen des Ansatzes bleiben dort, wo strukturelle Faktoren dominieren – etwa bei der begrenzten Verfügbarkeit bezahlbarer Wohnungen oder bei komplexen amtlichen Verfahren, die weiterhin persönliche Beratung und rechtssichere Informationen erfordern.

Die Universität kündigte an, weitere Erfahrungen aus der Anwendung auszuwerten und das Material fortzuschreiben. Ob das Spiel dauerhaft in Welcome-Programme der Hochschule oder städtische Angebote eingebunden wird, ist offen. Verlässliche Daten zur Reichweite und zu möglichen Langzeiteffekten liegen noch nicht vor und sollen nach Angaben der Projektbeteiligten dokumentiert werden. Damit bleibt die Vorstellung in Magdeburg ein lokaler Anlass mit potenzieller Pilotwirkung für andere Hochschulstandorte in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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