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München präzisiert Regeln für Influencer auf der Wiesn

Kurz vor dem Oktoberfest 2026 stellt die Landeshauptstadt klar: Wer gewerblich Content auf der Theresienwiese produziert, braucht eine Genehmigung und gegebenenfalls eine kostenpflichtige Lizenz. Private Aufnahmen bleiben in engen Grenzen erlaubt.

Die Landeshauptstadt München hat kurz vor Beginn des Oktoberfestes 2026 die Vorgaben für Foto- und Filmaufnahmen auf der Theresienwiese konkretisiert. Nach Angaben der Stadt und des Referats für Arbeit und Wirtschaft sind Aufnahmen mit Gewinnerzielungsabsicht genehmigungspflichtig; je nach Umfang ist zusätzlich eine kostenpflichtige Lizenz erforderlich. Rein private Fotos und Videos sind weiterhin möglich, dürfen den Betrieb auf dem Festgelände jedoch nicht stören.

Maßgeblich ist die Abgrenzung zwischen privatem und kommerziellem Inhalt. Als gewerblich gelten Beiträge, die etwa Sponsoring, Produktplatzierungen, Affiliate-Links oder den Verkauf exklusiver Inhalte einschließen. Für größere Setups – etwa mit umfangreicher Technik, Scheinwerfern oder Drohnen – sind gesonderte Erlaubnisse nötig. Dreharbeiten dürfen den Besucherverkehr nicht behindern. Betreiberinnen und Betreiber von Festzelten sowie einzelne Wirte können ergänzende Regeln festlegen; eine einheitliche Praxis unter den Wiesnwirten besteht laut Branchenangaben nicht.

Rechtlich stützt sich die Stadt auf bestehende Bestimmungen für Dreh- und Fotoarbeiten im Stadtgebiet sowie auf die Oktoberfestverordnung. Ziel der Auflagen ist nach städtischer Darstellung, Sicherheit und Ablauf auf dem Gelände zu sichern und Schutzrechte – etwa an Marken und offiziellen Auftritten – zu wahren. Verstöße gegen die Genehmigungspflicht können Platzverweise und ordnungsrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen.

Die Debatte um Influencer-Auftritte hat am 16. September 2026 erneut Fahrt aufgenommen. Befürworter klarer Regeln verweisen auf die öffentliche Ordnung und den Schutz Dritter. Kritiker sehen eine Einschränkung kreativer Selbstvermarktung und eine Sonderbehandlung von Influencerinnen und Influencern. Strittig bleibt im Einzelfall die Grenze zwischen privatem und gewerblichem Content; hier entscheiden die zuständigen Stellen nach Ermessen auf Basis der vorliegenden Indizien.

Für professionelle Produktionen empfiehlt die Stadt eine frühzeitige Abstimmung mit dem Servicebüro Film oder dem Referat für Arbeit und Wirtschaft. So lassen sich Genehmigungen, Gebühren und mögliche Auflagen vorab klären und Konflikte auf der Theresienwiese vermeiden. Das Oktoberfest beginnt in diesem Jahr am 19. September 2026. Für Besuchende ohne kommerzielle Absicht ändert sich wenig: Erinnerungsfotos und kurze Clips bleiben erlaubt, solange Persönlichkeitsrechte gewahrt sind, Sicherheitsbestimmungen beachtet werden und der Betrieb der Stände sowie Festzelte nicht beeinträchtigt wird.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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