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Münchner Baumentscheid startet Unterschriftensammlung für mehr Straßenbäume

In München hat eine neue Initiative die Sammlung von Unterschriften für ein Bürgerbegehren begonnen. Gefordert werden mehr Straßenbäume, die Ausweisung von Hitzequartieren und verbindliche Pflegekonzepte.

In München hat die Initiative Baumentscheid ihre Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren begonnen. Ziel ist es nach Angaben der Organisatoren, die Stadt deutlich besser gegen Hitzewellen zu wappnen. Kernforderungen sind mehr Straßenbäume, die Ausweisung besonders belasteter Hitzequartiere sowie klare Pflanz- und Pflegevorgaben. Als Orientierungsgröße nennt die Initiative bis zu 12 000 zusätzliche Bäume im Stadtgebiet. Die Zahl versteht sich als Zielmarke der Befürworter und liegt über bisherigen kommunalen Pflanzplänen.

Der Anlass ist die zunehmende Hitzebelastung in dicht bebauten Vierteln. Die Organisatoren verweisen auf gesundheitliche Risiken, soziale Folgen und wirtschaftliche Einbußen in heißen Sommern. Bäume sorgten für Schatten, kühlten durch Verdunstung und verbesserten die Aufenthaltsqualität, argumentiert die Initiative. Sie sieht die Stadtverwaltung und den Stadtrat gefordert, rasch geeignete Standorte zu identifizieren, Bewässerungs- und Pflegekapazitäten zu sichern und Konflikte mit Leitungen, Parkplätzen und Gehwegbreiten zu lösen.

Die Initiatoren orientieren sich nach eigener Darstellung an Erfahrungen aus anderen Großstädten, unter anderem in Berlin. Dortige Debatten über Hitzeanpassung, Regenwassermanagement und mehr Baumkronenanteil gelten ihnen als Vorbild, ohne dass einzelne Maßnahmen unmittelbar übertragbar wären. Fachleute betonen generell, dass Neupflanzungen nur mit ausreichend großem Wurzelraum, Bodenvorbereitung, langfristiger Pflege und zusätzlicher Wasserversorgung die gewünschte Klimawirkung entfalten.

Rechtlich zielt das Vorhaben auf ein Bürgerbegehren nach bayerischer Gemeindeordnung. Dafür sind in einem festgelegten Zeitraum ausreichend gültige Unterschriften notwendig. Bei Erfolg müsste sich der Stadtrat mit den Forderungen befassen oder einen Bürgerentscheid zulassen. Die Initiative kündigt an, in besonders hitzebelasteten Quartieren Schwerpunkte der Sammlung zu setzen und die Forderungen entlang städtebaulicher Planungen und sozialräumlicher Kriterien zu präzisieren.

Offen ist, wie schnell geeignete Pflanzräume in bestehenden Straßenquerschnitten geschaffen werden können und wie hoch die Folgekosten für Pflege, Bewässerung und Ersatzpflanzungen ausfallen. Die Stadtverwaltung verweist in vergleichbaren Verfahren üblicherweise auf Abwägungen zwischen Verkehr, Leitungsinfrastruktur und Aufenthaltsqualität. Ob der Baumentscheid die erforderliche Zahl an Unterstützerinnen und Unterstützern gewinnt, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Fest steht bereits: Der Handlungsdruck steigt, weil Hitzetage und Tropennächte auch in München zunehmen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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