Im Vogtland ist am 31. August 2026 der Pfad der Aussteiger offiziell eröffnet worden. Der rund zehn Kilometer lange Tagesrundweg verläuft zwischen Greiz in Thüringen und Elsterberg im sächsischen Vogtlandkreis und ergänzt das bestehende Wegenetz der Göltzschtouren. Organisatoren betonen den Modellcharakter: Moderne Beschilderung, Informationstafeln und digitale Angebote sollen die Orientierung erleichtern und die regionalen Geschichten entlang der Strecke sichtbarer machen.
Zur Einweihung kamen nach Angaben der Veranstalter rund 50 Gäste. Als prominente Unterstützerin war die gebürtige Vogtländerin Stefanie Hertel vor Ort und warb für das Naturerlebnis der Route. Der Weg führt über aussichtsreiche Höhenzüge, an markanten Felsbereichen vorbei und verbindet historische Orte beiderseits der Landesgrenze. Für die Tour werden eine mittlere Kondition und Trittsicherheit empfohlen; der Anstieg summiert sich auf etwa 200 Höhenmeter. Als praktischer Startpunkt wird der Bereich an der Alten Papierfabrik Greiz genannt.
Der Name des Pfads knüpft an lokale Sagen an: Die Aussteiger sollen der Überlieferung nach als Figuren namens Lieb und Finger vor etwa 150 Jahren zeitweise in Höhlen gelebt haben. Entlang der Strecke erläutern Tafeln diese Legende und weitere kulturhistorische Hintergründe. Ergänzend stehen Audioguides bereit, die Natur- und Ortsinformationen vertiefen. Der Tourismusverband Vogtland sieht darin eine Blaupause, um weitere Routen im Verbund schrittweise aufzuwerten.
Für die Pflege und Koordination vor Ort sind kommunale Stellen und der Vogtlandkreis eingebunden. Das Landratsamt Vogtlandkreis verweist auf die Einbindung in regionale Kartenwerke; gängige Wander-Apps bieten zudem Höhenprofil und Orientierungsdaten an. Bei der Signalisation wurden neue Wegweiser gesetzt, bestehende Markierungen geprüft und punktuell ergänzt.
Erste Rückmeldungen von Wandernden heben die abwechslungsreiche Landschaft und die weiten Blicke hervor. Vereinzelt wird auf Stellen mit noch lückenhafter Beschilderung und auf Pflegebedarf an älteren Nebenpfaden hingewiesen. Die Verantwortlichen kündigen an, Erfahrungen der ersten Wochen zu sammeln und Hinweise in die laufende Unterhaltung der Trasse einfließen zu lassen. Empfohlen wird, vor dem Aufbruch die aktuelle Beschilderung zu prüfen und die Audioguides zu nutzen.
Mit dem Pfad der Aussteiger stärkt die Region zwischen Greiz und Elsterberg ihr Profil als Naherholungsraum. Die Verknüpfung von Natur, Aussichtspunkten und lokalem Erzählgut soll zusätzliche Besucherinnen und Besucher anziehen und zugleich bestehende Angebote der Göltzschtouren sichtbarer machen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).