Brandenburg

Polizei durchsucht mehrere Objekte in Rhinow

In Rhinow im Havelland hat die Polizei am 3. September mehrere Wohn- und Geschäftsadressen durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ermittelt gegen vier Männer wegen Handels und Herstellung synthetischer Drogen.

In Rhinow im Landkreis Havelland hat die Polizei am Donnerstag, 3. September 2026, mehrere Wohn- und Geschäftsadressen durchsucht. Nach übereinstimmenden Berichten des rbb und der Märkischen Allgemeinen waren Einsatzkräfte seit den frühen Morgenstunden an mindestens fünf Orten im Einsatz, darunter im Ortsteil Kietz. Ziel der Maßnahmen sind Verdächtige, gegen die die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Den vier Männern wird nach Angaben aus den Medienberichten vorgeworfen, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt und synthetische Drogen selbst hergestellt zu haben. Durchsucht wurden unter anderem Ein- und Mehrfamilienhäuser im Storchenweg und in der Dorfstraße sowie ein Gebäude, in dem sich eine Shisha-Bar befindet. Konkrete Funde oder Festnahmen bestätigten die Behörden bis zum Redaktionsschluss nicht. Aus Polizeikreisen hieß es gegenüber dem rbb, dass die Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) geführt werden.

Eingesetzt waren Kräfte des Landeskriminalamts, unterstützt von spezialisierten Einheiten. Eine Sprecherin verwies demnach auf eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete Maßnahme im laufenden Verfahren. Ob es sich um einen einzelnen Ermittlungskomplex oder um mehrere zusammenhängende Verfahren handelt, blieb zunächst offen. Eine offizielle Pressemitteilung der Polizeidirektion West oder der Staatsanwaltschaft lag am Nachmittag noch nicht vor.

Rhinow ist in der Vergangenheit nicht durch vergleichbare Fälle überregional aufgefallen. Brandenburg verfolgt jedoch seit Längerem einen Schwerpunkt gegen den Handel mit synthetischen Drogen, bei dem regelmäßig Wohnungen, Geschäftsräume und mutmaßliche Produktionsorte durchsucht werden. Der nun bekannt gewordene Einsatz reiht sich in diese Linie ein. Welche Beweismittel in Rhinow gesichert wurden und ob Haftbefehle beantragt werden, war zunächst nicht bekannt.

Die Berichterstattung stützt sich auf Beobachtungen vor Ort und bestätigte Angaben der Polizei zum Einsatzgeschehen. Weitere Details, etwa zu sichergestellten Substanzen oder Laboreinrichtungen, nannten die Behörden bislang nicht. Für belastbare Einzelheiten sind formelle Mitteilungen der Ermittlungsbehörden maßgeblich. Klar ist: Gegen die Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung die Unschuldsvermutung.

Der Einsatz sorgte am Vormittag für spürbare Polizeipräsenz in Teilen von Rhinow. Anwohnerinnen und Anwohner berichteten von Durchsuchungen in mehreren Straßen. Hinweise auf eine Gefährdung der Öffentlichkeit gab es nicht. Die Ermittlungen in Brandenburg dauern an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk