Nordrhein-Westfalen

Polizei stoppt Teil von Rheinmetall-entwaffnen-Demo in Köln

Die Polizei Köln unterband am 5. September einen Abschnitt des Protestzugs von Rheinmetall entwaffnen wegen gezündeter Pyrotechnik und Vermummungen. Es kam zu Platzverweisen und Identitätsfeststellungen.

Die Polizei Köln hat am 5. September 2026 einen Teil des Protestzugs des Bündnisses Rheinmetall entwaffnen in Köln gestoppt. Nach Angaben der Einsatzleitung wurde der Aufzug mehrfach angehalten, weil aus dem Demonstrationszug Pyrotechnik gezündet worden sei und Teilnehmende gegen das Vermummungsverbot verstoßen hätten. Die Polizei trennte Gruppen aus dem Zug ab, sprach Platzverweise aus und stellte Personalien fest.

Der Protest war Teil eines mehrtägigen Camps in Köln. Die Veranstalter kritisieren die deutsche Rüstungsindustrie und richten ihren Protest insbesondere gegen Rheinmetall. Zur Teilnehmerzahl kursierten am Samstagabend unterschiedliche Schätzungen; Medienberichte sprechen von mehreren Hundert bis rund 1.000 Personen. Die Polizei begründete das Eingreifen mit Gefahrenabwehr und dem Schutz der öffentlichen Sicherheit. Über verletzte Personen oder die Zahl der vorläufigen Festnahmen lagen bis zum Abend keine übereinstimmenden Angaben vor.

Laut Polizei kam es entlang der Route zu kurzfristigen Unterbrechungen und polizeilichen Kontrollen einzelner Gruppen. Medien wie WDR, Tagesschau und Die Zeit berichteten von Abtrennungen und sogenannten Kesselungen, um identitätsfeststellende Maßnahmen durchzuführen. Die Versammlungsleitung kritisierte demgegenüber Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit und sprach von einem unnötig harten Vorgehen. Diese Bewertung wurde von der Polizei zurückgewiesen, die auf wiederholte Verstöße und Gefahren durch Pyrotechnik verwies.

Das Bündnis Rheinmetall entwaffnen hatte bereits in den Vorjahren in Nordrhein-Westfalen protestiert, wobei es ebenfalls zu Auseinandersetzungen mit Einsatzkräften kam. Der aktuelle Einsatz knüpft an diese Erfahrung an, unterscheidet sich aber in Ablauf und Maßnahmen je nach Lagebild. Eine rechtliche Bewertung des Vorgehens lag am Samstag nicht vor; ob es interne Nachbereitungen oder Beschwerden geben wird, blieb zunächst offen.

In Köln galten für den Aufzug die üblichen Auflagen nach dem Versammlungsrecht, darunter das Verbot von Vermummung und pyrotechnischen Gegenständen. Polizei Köln und Veranstalter riefen dazu auf, Eskalationen zu vermeiden. Weitere Angaben zu Ermittlungen wegen möglicher Straftatbestände machte die Polizei zunächst nicht.

Die Lage blieb am Abend unter Kontrolle. Sowohl die Polizei Köln als auch die Organisatoren stellten weitere Informationen in Aussicht, sobald verlässliche Zahlen zu Maßnahmen und möglichen Straftaten vorliegen. Medienbeobachter wiesen darauf hin, dass die Darstellung der Ereignisse in den nächsten Tagen durch Berichte der Beteiligten und potenzielle Auswertungen präzisiert werden dürfte.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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