Mecklenburg-Vorpommern

Schloss Rattey startet Weinlese früher als üblich

Auf dem Weingut Schloss Rattey bei Woldegk hat am Montag, 7. September 2026, die Weinlese begonnen – früher als in den Vorjahren. Gründe sind Witterung und Reife der Rebsorten.

Auf dem Weingut Schloss Rattey bei Woldegk im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat am Montag, 7. September 2026, die Weinlese begonnen. Nach Angaben des Betriebs startet die Ernte in diesem Jahr früher als in den Vorjahren. Als Gründe nennen die Verantwortlichen die Witterung des Sommers und den Reifeverlauf einzelner Rebsorten.

Das Weingut zählt zu den großen Betrieben im Norden und bewirtschaftet nach eigenen Angaben rund 30 Hektar Rebfläche mit derzeit etwa 16 Rebsorten. Für die Lese setzt Schloss Rattey erneut einen Vollernter ein. Die Einsatzplanung der Maschine richte sich nach der jeweils erreichten Mostreife, heißt es aus dem Betrieb. Eine belastbare Erntemenge will die Leitung erst nach Abschluss der Lese nennen.

Vertreterinnen und Vertreter des Weinguts verweisen darauf, dass frühe Lesetermine in nördlichen Anbaugebieten inzwischen häufiger vorkommen. Entscheidend seien die Witterung in der Reifephase, die sortenspezifische Zuckereinlagerung und der Gesundheitszustand der Trauben. In der Region haben früh reifende weiße und rote Sorten wie Solaris, Phoenix, Regent und Monarch traditionell einen Anteil am Anbau. Eine Prognose zur Qualität des Jahrgangs 2026 bleibt vorläufig: Die Bewertung ist erst nach Gärung und Ausbau möglich.

Schloss Rattey liegt im Stargarder Land, dem nördlichsten zusammenhängenden Weinbaugebiet Deutschlands. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die Rebflächen in den vergangenen Jahren schrittweise erweitert. Der Betrieb vermarktet neben Wein auch Brände und Liköre aus regionalen Früchten und setzt auf Besucherangebote am Standort.

Der frühere Erntebeginn hat praktische Folgen für die Arbeits- und Logistikplanung. Lesetrupps und Technik müssen enger getaktet werden, um Lesefenster mit optimaler Reife zu nutzen. Gleichzeitig bleibt die Ertragsschätzung bis zum Ende der Ernte unsicher, weil Witterung und Sortenverteilung kurzfristig Einfluss nehmen können. Der Norddeutsche Rundfunk berichtet über einen zügigen Start der diesjährigen Lese und verweist auf die Zurückhaltung bei endgültigen Mengenangaben.

Faktische Angaben zu Termin, Fläche, Sorten und Ernteablauf stammen aus Mitteilungen des Weinguts sowie aus Berichten des Norddeutschen Rundfunks. Aussagen zu Erträgen oder zur Güte des Jahrgangs werden bewusst nicht beziffert; sie liegen noch nicht belastbar vor und werden vom Betrieb erst nach Abschluss der Kellerarbeiten erwartet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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