Bayern

Söder verspricht bei Opern-Benefiz stabile Kulturfinanzierung für Bayern

Bei einem Benefizdinner in der Bayerischen Staatsoper erklärte Ministerpräsident Markus Söder, Bayern werde an der Kultur nicht sparen. Die Staatsregierung verweist auf laufende Programme wie Kulturmilliarde und Kulturfonds Bayern.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bei einer Benefizveranstaltung in der Bayerischen Staatsoper in München am 18. September 2026 zugesichert, der Freistaat werde an Kultur „nicht sparen“. Das sagte Söder nach übereinstimmenden Berichten von BR24 und weiteren Medien bei einem Bühnendinner, dessen Erlöse dem Kinder- und Jugendprogramm der Staatsoper zugutekommen. Aus der Staatskanzlei und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst heißt es ergänzend, die Zusage stütze sich auf bestehende Förderinstrumente und Investitionsvorhaben.

Als zentrale Bausteine nennt die Staatsregierung die unter dem Sammelbegriff Kulturmilliarde firmierende Kulturagenda sowie den Kulturfonds Bayern. Über den Fonds wurden 2026 nach Ministeriumsangaben Projekte in verschiedenen Regionen bewilligt. Zudem laufen größere Bau- und Erhaltungsmaßnahmen, darunter Vorhaben am Nürnberger Reichsparteitagsgelände und an der Kongresshalle. Für diese Anlagen hatten Bund und Land bereits Mittelzusagen kommuniziert; der Bund stellte nach Angaben der Beauftragten für Kultur und Medien zusätzliche Gelder in Aussicht. Konkrete Umsetzungen erfolgen schrittweise und unterliegen haushaltsrechtlichen Beschlüssen.

Söders Bekenntnis fällt in eine Phase angespannter Finanzdebatten. Kommunen, Theater- und Museumsträger sowie Einrichtungen der freien Szene verweisen auf steigende Energie-, Betriebs- und Personalkosten und fordern verlässlichere mehrjährige Finanzierungen statt überwiegend projektbezogener Förderung. Die Staatsregierung betont dagegen die Kombination aus institutioneller Grundförderung und gezielten Investitionsprogrammen als Strategie, um Infrastruktur, Programmqualität und Vermittlung zu sichern.

Unmittelbar vor Beginn des Oktoberfests und mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen signalisiert die Ankündigung politischen Vorrang für Kultur. Für staatliche und kommunale Häuser kann dies zusätzliche Planungssicherheit bedeuten, sofern die Aussagen in die Entwürfe für die kommenden Haushaltsjahre einfließen und vom Landtag beschlossen werden. Offene Punkte betreffen insbesondere die Verstetigung der Mittel, die Anpassung an tarifliche Entwicklungen und die Aufteilung von Lasten zwischen Freistaat, Kommunen und Bund.

Die Einordnung der Programme und Summen beruht auf veröffentlichten Mitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie auf Berichten über bereits übergebene Förderbescheide. Aussagen zu künftigen Budgets sind eine politische Absichtserklärung und stehen unter dem Vorbehalt der Beschlusslage in Kabinett und Landtag. Die Kernaussage des Abends – kein Sparen an der Kultur – ist Söder zugeschrieben und wurde am Veranstaltungstag von BR24 und weiteren Medien berichtet.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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