Am Freitag, dem 25. September 2026, haben nach Angaben von Organisatoren und Medienberichten Tausende Schülerinnen und Schüler in über 100 deutschen Städten an Protesten gegen den neuen Wehrdienst teilgenommen. Der bundesweite Aktionstag der Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ war als vierte größere Mobilisierung gegen die seit Januar 2026 geltenden Regelungen zum sogenannten Neuen Wehrdienst angekündigt; in zahlreichen Städten fanden Kundgebungen und Demonstrationszüge statt. Die Aktionen richteten sich vor allem gegen die verpflichtende Erfassung und die geplante, stufenweise Ausweitung von Musterungen durch die Bundeswehr. ([deutschlandfunk.de](https://www.deutschlandfunk.de/bundesweit-100-demonstrationen-gegen-geplanten-neuen-wehrdienst-100.html?utm_source=openai))
Die Bundesregierung hatte mit dem Wehrdienst-Modernisierungsgesetz im Jahr 2025 eine Neuausrichtung beschlossen; die Regelungen traten Anfang 2026 in Kraft. Nach den offiziellen Erläuterungen sollen künftig alle 18-Jährigen per Fragebogen erfasst und bei Bedarf auch gemustert werden, um die Aufbauziele für Freiwilligendienstleistende und Reserven zu ermöglichen. Die Bundesregierung betont, dass es bislang bei Erfassung und Musterung bleibe und eine allgemeine Dienstpflicht nur im Verteidigungsfall per Parlamentsbeschluss eingeführt werden könne. ([bundesregierung.de](https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neuer-wehrdienst-gesetzentwurf-2381580?utm_source=openai))
Die Protestierenden schildern dagegen konkrete Ängste um ihre persönliche Zukunft und kritisieren, junge Menschen seien nicht ausreichend in die Beratungen einbezogen worden. In Redebeiträgen hieß es, die Erfassung eröffne den Weg zu einer schrittweisen Rückkehr zur Wehrpflicht; mehrere Bündnisse fordern stattdessen Ausbauten im zivilen Katastrophenschutz, mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote für Jugendliche sowie eine verbindliche Pflicht zur demokratischen Bildung an Schulen. Behördenmeldungen sowie lokale Polizeiberichte zu Störungen oder Zwischenfällen lagen bis Redaktionsschluss nur vereinzelt vor; einzelne Polizeipräsidien veröffentlichten Einsatzhinweise für angemeldete Versammlungen. ([mobil.berliner-zeitung.de](https://mobil.berliner-zeitung.de/article/schulstreik-gegen-wehrpflicht-staedte-und-rechtslage-10426410?utm_source=openai))
Hintergrund ist die sicherheitspolitische Debatte nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Zielvorgaben der Bundesregierung, die personelle Stärke der Bundeswehr zu erhöhen. Vertreterinnen und Vertreter des Verteidigungsministeriums verweisen auf die Notwendigkeit, Reserven qualitativ wie quantitativ zu stärken; Kritikerinnen und Kritiker sehen dagegen demokratische und soziale Fragen unzureichend geklärt. Die weiteren Folgen der Protestserie hängen davon ab, ob Parlament und Regierung auf politischen Druck politische Nachbesserungen etwa bei Beteiligungsformaten, Wehrgerechtigkeit oder Kompensationsregelungen vorlegen. Fakten zu Teilnehmerzahlen und möglichen weiteren Aktionen werden von Organisatoren, Polizei und Ministerium nachgeprüft und gegebenenfalls aktualisiert. ([bundesregierung.de](https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/bmvg-wehrdienst-modernisierung-2389772?utm_source=openai))
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).