Am ersten Wiesn-Sonntag ist der Trachten- und Schützenzug durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese gezogen. Angeführt vom Münchner Kindl präsentierten mehrere Tausend Mitwirkende aus Trachten- und Schützenvereinen, Musikkapellen sowie festlich geschmückte Pferdegespanne ihre Gruppen entlang der Strecke. Der Zug setzte sich am Max-II-Denkmal in Bewegung und führte über die Maximilianstraße und den Odeonsplatz in Richtung Festgelände. Die Stadt München und der Veranstalter rechneten erneut mit dichtem Zuschauerandrang auf der gesamten Route.
Der Trachten- und Schützenzug ist fester Bestandteil des offiziellen Oktoberfest-Programms. Er erinnert an den historischen Festzug zur Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern im Jahr 1835 und wird vom Festring München organisiert. Der Bayerische Rundfunk begleitete die Veranstaltung im Programm. Der Ablauf des Zuges folgt eingespielten Strukturen: Startaufstellung der Gruppen, musikalische Blöcke, Wagen und Gespanne sowie die Einteilung der Regionen und Vereine, die abwechselnd vertreten sind. Nach Angaben von Stadt und Veranstalter umfasst die Route mehrere Kilometer durch die Innenstadt, ehe die Gruppen auf der Festwiese eintreffen.
Die Stadt München wies im Vorfeld auf zahlreiche Verkehrseinschränkungen hin. Entlang der Strecke galten Straßensperrungen und Halteverbote; der öffentliche Nahverkehr wurde abschnittsweise umgeleitet. Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, frühzeitig anzureisen und die betroffenen Straßen zu meiden. Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Ordnungsdienstes begleiteten den Zug und überwachten die Zugangsbereiche. Das Sicherheitskonzept sieht jährlich abgestimmte Maßnahmen vor, um den Ablauf des Großereignisses zu gewährleisten.
Neben der touristischen Wirkung betonen Stadt und Veranstalter die Rolle des Umzugs für die Pflege regionaler Trachten und des Brauchtums. Beteiligt sind regelmäßig Gruppen aus Bayern, aus anderen deutschen Bundesländern und aus europäischen Partnerregionen. Sie zeigen historische und regionale Trachten, Musik und Tanz. Für die Behörden bedeutet der Zug zugleich eine logistische Herausforderung: Koordination der Streckensperrungen, Besucherlenkung, Rettungswege und die Abstimmung zwischen den beteiligten Diensten.
Mit dem Eintreffen der Gruppen auf der Theresienwiese schließt der Trachten- und Schützenzug an das laufende Festprogramm des Oktoberfests an. Die Veranstaltung gilt als Schaufenster der Vielfalt des bayerischen Brauchtums und als Auftakt-Höhepunkt des ersten Wiesn-Wochenendes in München.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).