In Ludwigslust haben Unbekannte am Samstagabend, 24. Oktober 2026, mehrfach Klebeband quer über Fahrbahnen gespannt und damit vor allem Rad- und Motorradfahrende gefährdet. Laut Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern beobachteten Zeugen gegen 20:40 Uhr in der Helene-von-Bülow-Straße etwa fünf bis sechs Personen, die Klebeband zwischen Verkehrszeichen und Laternen befestigten. Gegen 21:10 Uhr wurde ein weiteres Band in der Wöbbeliner Straße entdeckt. Nach bisherigem Stand kam es zu keinem Unfall.
Die Polizei leitete Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein. Dieser Straftatbestand greift, wenn durch Eingriffe in den Verkehr Abläufe so beeinflusst werden, dass Leib oder Leben anderer oder bedeutende Sachwerte gefährdet werden. In der Dunkelheit seien quer gespannte, schmale Bänder für Zweiradlenkende besonders schwer zu erkennen, hieß es aus dem Revier. Potenzielle Sturz- und Schleuderbewegungen beim Überfahren oder Ausweichen stellten ein erhebliches Risiko dar.
Die Ermittler sichern Spuren an den Befestigungsstellen und prüfen, ob in der Umgebung verfügbare Videoaufzeichnungen Hinweise auf die Täter liefern. Bislang liegen der Polizei keine belastbaren Angaben zu Identitäten, Alter oder Motiv der beteiligten Personen vor. Parallel bittet die Polizei um Hinweise von Zeuginnen und Zeugen, die am Samstagabend in den genannten Straßen verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder über Aufnahmen von Überwachungskameras oder Mobiltelefonen verfügen.
Der Vorfall fällt in eine Phase der frühen Dunkelheit im Herbst, in der Sichtbarkeit und Reaktionszeiten im Straßenverkehr sinken. Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern weist regelmäßig darauf hin, Hindernisse oder ungewöhnliche Gegenstände auf der Fahrbahn umgehend zu melden und selbst keine potenziell gefährlichen „Mutproben“ zu inszenieren. In Ludwigslust rechnet das Revier in den kommenden Tagen mit vermehrter Präsenz und zielgerichteten Streifenfahrten an bekannten Treffpunkten.
Über den Vorgang berichtete auch der Norddeutsche Rundfunk am 26. Oktober 2026 unter Berufung auf die Angaben der Behörden. Die Polizei betont, dass weitere Bewertungen vom Ergebnis der laufenden Ermittlungen abhängen. Klar ist bereits jetzt: Quer gespannte Bänder können, unabhängig vom verwendeten Material, schwere Verletzungen verursachen.
Hinweise nimmt jede Dienststelle entgegen; das Polizeirevier Ludwigslust ist für den Sachverhalt federführend zuständig.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).