Auf der Autobahn 20 zwischen den Anschlussstellen Schönberg und Grevesmühlen im Landkreis Nordwestmecklenburg hat starker Regen am 4. September 2026 zu einem schweren Verkehrsunfall geführt. Nach Polizeiangaben geriet ein Auto in Fahrtrichtung Rostock auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und prallte mit einem zweiten Wagen zusammen. Eines der Fahrzeuge überschlug sich, das andere kam in einer Böschung zum Stillstand. Beide Fahrer wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Zur Schwere der Verletzungen machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Die Autobahn war in Fahrtrichtung Rostock für Bergung und Räumung mehrere Stunden voll gesperrt und wurde am Mittag wieder für den Verkehr freigegeben. Der Sachschaden ist nach ersten Einschätzungen hoch; genaue Summen nannte die Polizei am Freitag noch nicht.
Ermittler prüfen als wahrscheinliche Ursache Aquaplaning infolge des Starkregens. Konkrete Aussagen zu Geschwindigkeit, Abstand und Sichtverhältnissen seien Teil der laufenden Untersuchungen, hieß es. Hinweise auf weitere beteiligte Fahrzeuge oder eine Verfolgungssituation lagen zunächst nicht vor.
Der Norddeutsche Rundfunk berichtete am Freitagvormittag über die Vollsperrung und die anschließende Freigabe der Strecke, nachdem Abschlepp- und Reinigungsarbeiten abgeschlossen waren. Auch in den Vortagen hatte es in der Region Nordwestmecklenburg witterungsbedingte Störungen und weitere Unfälle auf Autobahnen und Bundesstraßen gegeben. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und dem Unfall am Donnerstag wurde von der Polizei nicht hergestellt.
Behörden erinnern angesichts der Wetterlage an erhöhte Risiken bei Starkregen. Aufgelaufendes Wasser kann die Bodenhaftung schlagartig verringern, die Bremswege verlängern sich, und die Sicht ist eingeschränkt. Fahrerinnen und Fahrer sollen Tempo und Abstand anpassen, besonders in Fahrbahnsenken und in Bereichen mit Spurrinnen. Zusätzliche verkehrsrechtliche Maßnahmen für den betroffenen Abschnitt der A20 wurden zunächst nicht angekündigt.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen des Unfalls, die Beobachtungen zur Fahrweise der beteiligten Fahrzeuge oder zu den Regen- und Sichtverhältnissen gemacht haben, sich zu melden. Weitere Details zum Hergang und zur Schadenshöhe will die Polizei nach Abschluss der Auswertung von Spuren und Zeugenaussagen veröffentlichen.
Der Unfall ereignete sich am Donnerstag, 4. September 2026. Die A20 in Richtung Rostock war bis zur Mittagszeit gesperrt und danach wieder befahrbar.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).